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von team.
Myriam Thyes, 1993. Dokumentarfilm, Hi8 / Betacam SP (digitalisiert 2009), 67:00, Farbe, mono. Sprache: Deutsch.
Regie, Drehbuch, Kamera: Myriam Thyes. Reise, Recherchen, Interviews, Kommentartext: Günter Haverkamp + Myriam Thyes Schnitt + Ton: Thomas Wiederhold
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Dieser Dokumentarfilm zeigt das vielfältige Arbeitsleben, industrielle und handwerkliche Berufe, sowie politisches Engagement in Bangladesh – in der Stadt und auf dem Land. 1992-1993 reisten Haverkamp and Thyes drei Monate lang durch Bangladesh, geleitet von bengalischen Freunden. Sie erhielten Einblick in Fabriken, Familien, Parteien usw., und interviewten Menschen in verschiedenen Berufen, Politiker/innen, Bauern/Bäuerinnen, Lehrer/innen, Journalisten und Künstler/innen in Dhaka, Barisal, Chittagong, Faridpur, Shibchar, und an anderen Orten im Land. Wirtschaftliche Themen und Umweltprobleme werden ebenso gezeigt und diskutiert wie Industrie und Landleben, Familienstrukturen und Bräuche, politisches Leben und Presse/Medien, die Situation der Frauen, Bildung und Künste, Entwicklungshilfe und die berühmte Grameenbank.
von team.
von Shaheen Dill-Riaz, Birgit Zibell Regie/Kamera: Shaheen Dill-Riaz Ton: Md. Abdus Satter, Ripon Nath Musik: Ralf Wienrich, Kabir Suman Schnitt: Andreas Zitzmann, DVD, Deutschland 2004, 30 min.
Wer hat nicht schon von den Umfragen gehört, die sich auf die Suche nach den glücklichsten Menschen der Welt machen? Die London School of Economics hat sie vor einiger Zeit einmal ausgerechnet in Bangladesch gefunden – in einem Land, das wir vor allem mit ständig wiederkehrenden Naturkatastrophen und politischen Unruhen verbinden und das außerdem zu den ärmsten der Welt zählt. Wo soll dort das Glück zu finden sein? Der bengalische Nachwuchsregisseur Shaheen Dill-Riaz kehrt nach 10 Jahren in Deutschland zurück in seine Heimatstadt Dhaka - in die Hauptstadt des vermeintlichen Paradieses. Dort begleitet er drei seiner Freunde auf ihren Wegen durch den chaotischen Moloch und kreist deren Chancen und Möglichkeiten ein. Alle drei versuchen, im Leben Fuß zu fassen - jeder auf die Weise, die ihm als hoffnungsvoll erscheint: Hassan sucht einen Job in der bengalischen Filmindustrie, Russel fährt Rikscha und träumt davon, ein berühmter Schauspieler zu werden, während Kutti endlich eine Anstellung in der Textilindustrie gefunden hat. In seinem Film beschreibt Shaheen Dill-Riaz ihre unterschiedlichen Strategien, das Leben in der Millionenmetropole Dhaka zu meistern oder dort wenigstens irgendwie klarzukommen. Er überrascht mit Bildern aus dem Alltagsleben einer Megacity und zeigt, dass das Glück auch dann eng mit Lebensträumen verbunden ist, wenn diese sich - nicht zuletzt aufgrund fehlender Bildungschancen - vielleicht niemals erfüllen werden.
von team.
von Christa Graf, Deutschland, Schweiz 2008, 90 min., DVD. Ausgezeichnet mit dem Eine-Welt-Filmpreis NRW 2009. Bestelladresse: EZEF, Kniebisstr. 29, 70188 Stuttgart, Tel. 0711-2847243, Fax 0711-2846936, info@ezef.de
Ein unkonventionelles Projekt in Uganda regt aidskranke Mütter dazu an, zusammen mit ihren Kindern Erinnerungsbücher zu schreiben, „Memory Books“. Offen und ehrlich, gleichzeitig aber auch sehr sensibel werden die Kindern darauf vorbereitet, dass sie bald auf sich allein gestellt sein werden. Die Mütter wiederum setzen sich mit Tod und Sterben auseinander, aber auch mit dem was bleibt, wenn sie nicht mehr bei ihren Kindern sein werden. Respektvoll nähert sich die Filmemacherin ihren Protagonistinnen an und gibt ihnen Raum für ihre Gedanken und Gefühle. Gleichzeitig zeigt der Film, wie Mütter und Kinder im Prozess des Erinnerns und Schreibens unerwartete Stärke und Trost finden.
von team.
von Dyana Gaye, Buch/Regie: Dyana Gaye, Kamera: Rémi Mazeat, Ton: Alioune M’Bow, Musik: Baptiste Bouquin, Schnitt: Gwen Mallauran, Fernsehanstalt/Produktion: IKA 964/Andolfi Productions, Senegal 2006, 15 min., DVD Der Junge Ousmane lebt in Dakar, der Hauptstadt Senegals, und verdient seinen Lebensunterhalt indem er verspricht, für die Erfüllung von Wünschen zu beten. Als er in einem Geschäft eine Schneekugel mit dem Weihnachtsmann entdeckt, beschließt er, ihm einen Brief zu schreiben, um den Wünschen seiner Kundschaft Nachdruck zu verleihen. Aber auch er selbst hat bereits einen Wunsch an den Weihnachtsmann abgeschickt … Der Kurzspielfilm der senegalesischen Filmemacherin Dyana Gaye erzählt humorvoll eine märchenhafte Geschichte, in der alle Themen afrikanischer Gegenwart zur Sprache kommen.Ausgezeichnet mit dem Eine-Welt-Filmpreis NRW 2009Kontakt: Fachstelle „Filme für eine Welt“, Monbijoustrasse 31, CH-3001 Bern, Tel. +41-31 398 20 88 Fax +41-31 398 20 87, mail@filmeeinewelt.ch
von team.
von Robert Nugent, Buch: Rachel Sanderson, Regie: Robert Nugent, Kamera: Laurent Chevallier, Ton: Erik Menard, Schnitt: Andrea Lang, Fernsehanstalt/Produktion: Trans Europe Film, Frankreich, Australien 2007, 52 min., DVD
In einer abgelegenen Region von Guinea trifft eine große Aufbereitungsanlage für eine Goldmine ein. Zwar werden dadurch Arbeitsplätze geschaffen, die Goldsucher aus den umliegenden Dörfern jedoch vertrieben und von ihrer traditionellen Einkommensquelle abgeschnitten. Mit beeindruckenden Bildern zeigt der Film die Rücksichtslosigkeit globaler Beziehungen, in denen Menschen und Umwelt nur Zubehör in einer gigantisch inszenierten Zerstörung sind. Ein Griot begleitet die Ereignisse und gibt den Betroffenen eine Stimme. Während das Gold in bewachten Flugzeugen für immer verschwindet, bleibt das Land ausgebeutet und ausgenommen zurück.
Ausgezeichnet mit dem Eine-Welt-Filmpreis NRW 2009
Kontakt: Fachstelle „Filme für eine Welt“, Monbijoustrasse 31, CH-3001 Bern,
Tel. +41-31 398 20 88 Fax +41-31 398 20 87, mail@filmeeinewelt.ch
von team.
Stichworte: Kongo, Vergewaltigungen
von Susanne Babila, DVD, BETA-SP, DigiBETA, Deutschland 2008, 58 min. Ausgezeichnet mit dem 5. Marler Fernsehpreis.
Im Mittelpunkt der Dokumentation steht das Schicksal von vier Frauen, die im Krankenhaus Panzi medizinische und psychologische Hilfe erhalten. Ndamosu Mrquote Buefuh ist 70 Jahre alt. Sie wurde mehrmals vergewaltigt, Milizen haben ihren Ehemann und ihre fünf Kinder ermordet. Die 30jährige Ntakobajira Mrquote Bisimwa wurde als Sexsklavin in einem Rebellenlager gefangen gehalten. Die achtzehnjähirge Noella Mrquote Mburugu musste diese erniedrigende Tortur drei Jahre lang aushalten. Sie gebar dort einen Sohn und nannte ihn “Amani”, was soviel bedeutet wie “Frieden”. Ihre Peiniger entrissen ihr das Kind und jagten sie fort, denn sie wurde krank, konnte nicht mehr arbeiten.
Die Täter der Vergewaltigungen in Süd-Kivu sind vor allem Hutu-Milizen, die 1994 nach dem Völkermord in Ruanda im Nachbarland Kongo Zuflucht suchten. Sie sind gut bewaffnet und beuten die Rohstoffe aus, die das Land bietet. Die Provinz ist reich an Gold, an dem Zinnerz Kasserit und an Coltan, das für die Herstellung von Laptops und Handys verwendet. Die Verbrecher verbreiten Terror und Angst. Ihre Macht stützt sich auf die gezielte Erniedrigung und Demütigung der Bevölkerung. Vergewaltigung wird dabei systematisch als Kriegswaffe eingesetzt.
Workshop: Dieser Film ist für die Diskussion um sexuelle Gewalt gut geeignet. Er schafft bei den Jugendlichen eine neue Sicht auf Missbrauch und Vergewaltigung, auf Krieg und Herrschaftsdenken. Die Jugendlichen bekommen Gelegenheit, die betroffenen Frauen im Krankenhaus zu unterstützen.
von team.
Stichworte: Flüchtlingskinder, Mädchenbeschneidung
Ein Film von Annelies Kruk, Holland 2004, 17 min.
Buch/Regie: Annelies Kruk Fernsehanstalt/Produktion: NCRV Dokument Junior Verfügbare Formate: DVD
Die 13-jährige Nima aus Somalia, die mit ihrer Mutter in einem Flüchtlingszentrum in Holland lebt, verbindet in ihren Erzählungen den existentiellen Ernst ihrer Situation als Flüchtling mit der Leichtigkeit kindlicher Lebensfreude. Im Dialog mit den Menschen aus ihrem Umfeld und ihren Freundinnen wird die täglich angesichts drohender Abschiebung von ihr vollzogene Gratwanderung zwischen Angst und Sorge auf der einen und sprühendem Optimismus auf der anderen Seite deutlich. Selten wurde das Thema der Mädchenbeschneidung mit einer solchen Intensität von einem der Opfer geschildert. Migration, Flucht und Asyl, so zeigt der Film auch, sind Themen der Einen Welt, die uns in Europa betreffen, und die kein Mitleid sondern Solidarität erfordern. Das Besondere an diesem Film ist, dass er die geflüchteten Menschen, die von Abschiebung bedroht sind, nicht als Opfer zeigt, sondern in ihrer Stärke und Lebendigkeit und damit verdeutlicht, dass die Aufnahme der zu uns kommenden Menschen eine Bereicherung sein kann. Der dichte 17-minütige Film arbeitet mit sparsamen Mitteln und einer zurückhaltenden Kamera und zeigt, welches Potential die kurze Form beinhaltet. Der Film bietet viele Ansatzpunkte für die Bildungsarbeit und kann alle Altergruppen ansprechen.
Ausgezeichnet mit dem Eine-Welt-Filmpreis NRW 2007
Kontakt:
EZEF, Kniebisstr. 29, 70188 Stuttgart, Tel. 0711-2847243, Fax 0711-2846936, info@ezef.de
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von team.
Stichworte: Ghana, Straßenkinder
von Brigitte Bertele. Buch/Regie: Brigitte Bertele, Kamera: Eva Maschke, Ton: Brigitte Bertele, Musik: Martina Eisenreich, Schnitt: Dominique Geisler, Fernsehanstalt/Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg, BETA-SP, DVD, Deutschland 2007, 53 min.
Der Regisseurin Brigitte Bertele und ihrer Kamerafrau Eva Maschke ist ein beeindruckender Debüt-Film über Straßenkinder im „Sodom und Gomorrha“ genannten Slum der ghanaischen Millionenmetropole Accra gelungen. Den Kindern, denen die Regisseurin mit Respekt begegnet, wird die Möglichkeit gegeben, ihre Lebenserfahrungen auszudrücken und ihre Erwartungen und Wünsche zu formulieren. Die Reflexionen der Schriftstellerin Amma Darko pointieren die Erzählungen der Protagonisten. Die sehr gute Bildgestaltung schafft eine dichte Atmosphäre, das Sounddesign ist experimentell und funktioniert als Gestaltungselement. Unkonventionelle Bildgestaltung, Schnitt und Sounddesign machen den Film besonders für ein junges Publikum attraktiv. Ein mutiger Film über Entwurzelung und Sehnsucht, der eine ganz eigene Handschrift trägt.
Ausgezeichnet mit dem Eine-Welt-Filmpreis NRW 2007
Kontakt:
Filmakademie Baden-Württemberg, Mathildenstr. 20, Tel. 07141-969330, e-mail: festivals@filmakademie.de
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von team.
Stichworte: Irak-Krieg, Migration
von Heidi Specogna, Buch: Heidi Specogna, Erika Harzer, Regie: Heidi Specogna, Kamera: Rainer Hoffmann, Ton: Paul Oberle, Musik: Hans Koch, Schnitt: Ursula Höf, Fernsehanstalt/Produktion: TAG/TRAUM Filmproduktion, ZDF Arte, Red. Anne Even, BETA-SP, VHS, DVD, Deutschland, Schweiz 2006, 90 min.
Der Film ist das Ergebnis einer beeindruckenden Recherche und erzählt ausgehend von nur zwei Fotos die Lebensgeschichte des Jose Antonio Gutierrez. Das erste dieser Fotos zeigt das guatemaltekische Straßenkind, das zweite den US-Soldaten, der als “Green-Card-Soldier” für ein fremdes Land kämpft, um das Recht auf eine Aufenthaltsgenehmigung und einen Studienplatz zu bekommen. Das dichte Portrait, in dem Freunde und Wegbegleiter José Antonios zu Wort kommen, verbindet so die Geschichte des Bürgerkriegs in Guatemala, der ihn zum Straßenkind werden lässt, mit der des Irak-Krieges, dessen erstes Opfer auf US-amerikanischer Seite er wird. Der Film gibt dem Jungen, der nie Amerikaner werden wollte und nun nach seinem frühen Tod auf dem Schlachtfeld als US-amerikanischer Held gefeiert wird, seine Identität zurück und steht dadurch gleichzeitig stellvertretend für alle, die sich auf der Suche nach einer Lebensperspektive auf den mörderischen Weg von Mittelamerika in die USA aufmachen. Die formale Lösung, Wegstrecken des Jungen durch Fotos zu erzählen und Entsprechungen im Leben von Straßenkindern heute zu suchen, beeindruckt. Der sensible und respektvolle Kommentar trägt zu einem facettenreichen Verständnis von Migration bei, für die José Antonio beispielhaft steht und die uns immer stärker beschäftigen sollte.
Ausgezeichnet mit dem Eine-Welt-Filmpreis NRW 2007
Kontakt:
TAG/TRAUM Filmproduktion, Weyerstr. 88, 50676 Köln, Tel. 0221-65025900, Fax 0221-233894, e-mail: info@tagtraum.de
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von team.
Stichworte: Kolumbien, Drogen, Eigeninitiative
von Jan Gabriel, Deutschland 2005, 62 min., BETA-SP, DVD, Ausgezeichnet mit dem Eine-Welt-Filmpreis NRW 2005
Vor 20 Jahren baute der Chef des Medellíner Kokainkartells Pablo Escobar für die Bewohner einer staatlichen Müllkippe ein Stadtviertel. Bis heute – 10 Jahre nach dem Tod Escobars – hat der kolumbianische Staat das Viertel seines Erzfeindes nicht anerkannt und die 12.000 Bewohner leben in der Illegalität. Das Barrio Pablo Escobar ist auf keinem Stadtplan zu finden.
Workshop: Der Film fasziniert die Schülerinnen und Schüler, weil sich hier Menschen aus der Illegalität herauskämpfen wollen und sich gegenseitig unterstützen. Die Themen Drogen und Gewalt werden neu definiert.
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