Archive für April 2011

FilmNewsletter 11-2: Schmutzige Schokolade

So genau will man es doch eigentlich gar nicht wissen. Wo die Schokolade herkommt, wie sie hergestellt wird, wer für unseren Genuss leiden muss… Letzteres hat uns besonders interessiert. Der Film SCHMUTZIGE SCHOKOLADE von Miki Mistrati bringt es packend in unsere Klassenzimmer. In 45 Minuten kommt der dänische Journalist vom Verdacht über die ersten Anhaltspunkte zum Beweis: Mit versteckter Kamera spürte der die Kinder auf, konfrontierte die Verantwortlichen mit den Bildern, kämpfte vergeblich gegen die Ignoranz der großen Hersteller.

Ein packender Film, der das Nord-Süd-Gefälle unserer Konsumgesellschaft in aller Härte zeigt und uns zwingt zu handeln. Den Jugendlichen bieten wir die Möglichkeit, sich für die Kinder der Elfenbeinküste einzusetzen. Der Film wurde in der ARD gesendet und ist in der Mediathek zu sehen.

Unser FilmNewsletter stützt sich auf die Informationen von Südwind - Institut für Okologie und Ökumene. Dort finden Sie auch mehrere vertiefende Dokumentationen, die Ihnen weiterhelfen.

Der Film “Schmutzige Schokolade” kann bei FRIEDENSBAND ausgeliehen werden. aktion@friedensband.de

Film SCHMUTZIGE SCHOKOLADE

Dokumentarfilm von Miki Mistrati, ausgestrahlt in der ARD Februar 2011, 45 Minuten.

Diese Dokumentation zeigt, dass die Schokoladen-Industrie Kinderhandel und Kinderarbeit zumindest duldet. Denn sonst müssten die Hersteller mehr unternehmen, und wirklich nur von Herstellern kaufen, bei denen garantiert keine Kinder arbeiten.

Die meisten Menschen lieben Schokolade, und die Hälfte aller Schokolade weltweit essen Europäer. 1,5 Millionen Tonnen im Jahr - das sind 15 Milliarden Tafeln. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa elf Kilo im Jahr. Jedoch ist Schokolade-Essen nicht so harmlos wie wir glauben - vor allem nicht für Kinder in Afrika. Hilfsorganisationen verdächtigen die Schokoladen-Industrie, von Kinderhandel und Kinderarbeit in Afrika zu profitieren und damit Straftaten zu verschleiern. Der investigative Journalist und Filmemacher Miki Mistrati ist diesem Verdacht nachgegangen, er ist mit seinem Kameramann nach Westafrika gereist, nach Mali und von dort weiter an die Elfenbeinküste, dem weltgrößten Produzenten von Kakao-Bohnen. Eine gefährliche Reise, erst vor wenigen Jahren wurde dort ein Journalist bei einer ähnlichen Recherche entführt und ist bis heute verschwunden. Miki Mistrati drehte daher oft mit versteckter Kamera. Er führte aber auch offen Interviews mit Menschen, die wissen müssten, was vorgeht, zum Beispiel mit dem größten Kakao-Exporteur der Elfenbein-Küste und mit einem Staatssekretär, zuständig für den Kampf gegen Kinderhandel. Beide bestanden darauf, dass es keinen Kinderhandel und keine Kinderarbeit auf den Kakao-Plantagen gäbe. Miki Mistrati beweist das Gegenteil. Er fand mit Hilfe Einheimischer geflohene Opfer, er ging auf die Plantagen, fand dort kleine Jungen bei der Arbeit, er traf einen Polizisten von Interpol, der soeben eine Razzia geleitet hatte, bei der 65 Kinder befreit wurden, die auf den Kakao-Plantagen als Sklaven arbeiten mussten. Zurück in Europa wollte Miki Mistrati die Schokoladen-Industrie mit seinen Beweisen konfrontieren. Die Reaktion war ernüchternd. Keine der vielen Firmen, die er kontaktierte, war bereit seine Beweise anzusehen und dazu Stellung zu nehmen. Stattdessen erging lediglich eine Stellungnahme ihres Verbands-Sprechers. Seine Argumentation: Die Plantagen sind nicht in Besitz der Firmen, also sind diese nicht verantwortlich für Vorgänge auf den Plantagen. Vielleicht hilft diese eindrucksvolle und auch erschütternde Dokumentation dabei, die Ausbeutung von Kindern auf den Kakao-Plantagen zu beenden.
FilmNewsletter 11-02

Plakataktion zum Film EISENFRESSER

In der Realschule Kerpen haben sich die SchülerInnen intensiv mit dem Film Eisenfresser beschäftigt. Hier die Ergebnisse der fünf Arbeitsgruppen:

blute-fuer-den-boss.pdf
letzte-chance.pdf
deine-hoffnung.pdf

wenn-schrott.pdf
millionen-fur.pdf

Das Projekt wird gefördert durch die NRW Stiftung für Umwelt und Entwicklung.

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