Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Film in Aktion für September, 2010.
von team.
in diesem Newsletter geht es um schwere Themen: Aids, Tod, Trauer. Jugendliche beschäftigen sich gern damit, brauchen aber Anleitung durch Erwachsene. Der Film kann MEMORY BOOKS kann ein guter Einstieg sein für ein Gespräch über Themen, die jeder vermeidet.
Im Schein der Öllampe putzen sich Dennis und Chrissi jeden Abend die Zähne. Sehr gewissenhaft achtet der 10Jährige dabei auf seine kleine Schwester. Die beiden sind Vollwaisen: zwei von etwa 2 Millionen Aidswaisen Ugandas. In dem ostafrikanischen Land ist daher ein besonderes Projekt entstanden: „Memory Books“, Erinnerungsbücher. Offen und ehrlich, gleichzeitig aber auch sehr sensibel wird den Kindern nahe gebracht, dass sie bald auf sich allein gestellt sein werden.
Eltern und Kinder finden in dem gemeinsamen Prozess des Erinnerns und Schreibens unerwartete Stärke und Trost. Später werden die entstandenen Bücher den wohl wichtigsten Leitfaden im Leben der Kinder bilden. Der Film beschreibt das Leben aidskranker Mütter in Uganda, die zusammen mit ihren Kindern Erinnerungsbücher schreiben. „Memory Books“ ist ein Film über ein unkonventionelles Projekt, aus dem neue Hoffnung und Stärke erwächst. „Wir blättern oft in unserem Erinnerungsbuch“, sagt Dennis. „Als wir daran geschrieben haben, hat Mama immer gesagt, dass das Buch uns irgendwann einmal helfen würde. Heute weiß ich, was sie damit gemeint hat. Es hilft uns dabei, uns an all die guten Dinge zu erinnern, die sie für uns gemacht hat. Wenn wir darin lesen ist es, als würde sie zu uns sprechen.“ FilnNewsletter
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von team.
Mit diesem FilmNewsletter möchten wir ein Thema in den Unterricht bringen, das für die älteren Jahrgänge wichtige Lerninhalte vermittelt. Die Tatsache, dass kleine Mädchen an den Genitalien verstümmelt werden, erzeugt bei Jugendlichen wie auch bei Erwachsenen extreme Ablehnung. Hier wird aber etwas in brutaler Weise ein Eingriff durchgeführt, der durch nichts gerechtfertigt werden kann. Bei den Jugendlichen entsteht bei der Beschäftigung mit dem Thema Mädchenbeschneidung ein unbedingte Nein zur Verstümmelung eines Körpers. Wir finden dies wichtig, weil viele Jugendlichen sich bereits früh mit dem Gedanken tragen, ihren Körper durch Schönheitsoperationen verändern wollen. Die körperlichen Gefahren sind nicht mit denen der Genitalbeschneidung zu vergleichen, können aber doch gravierend sein.
Grit Scholz, die mit ihrem Buchprojekt „Das Tor ins Leben“ (Bildband über die weiblichen Genitalien) Aufsehen erregte schreibt dazu: “Scheinbar gibt es in unserer Kultur etwas, ein Schönheitsideal oder eine bestimmte Norm, die Frauen dazu drängt sich ihrer Einzigartigkeit zu berauben und sich statt dessen eine kindliche, kleine Vulva, am besten ohne Haare und innere Schamlippen beim Chirurgen zu erkaufen.”
Wir würden uns wünschen, wenn in Schulen der Mut, dieses schwierige Thema zu behandeln, zunähme. Gern sind wir bereit, Sie dabei zu unterstützen - mit einer Unterrichtseinheit, die gerade überarbeitet wird und mit ReferentInnen, die Ihnen zur Seite stehen.
Für Grundschulen ist ein anderer Aspekt wichtig: Wenn LehrerInnen mit Situationen konfrontiert werden, in denen sie eine drohende oder vollzogene Beschneidung befürchten müssen, fehlt oft die notwendige Information. Wir organisieren Fortbildungen mit Expertinnen und empfehlen, die Beratungsstelle stop-mutilation in Düsseldorf – Frau Jawahir Cumar – anzusprechen (www.stop-mutilation.org).
Um beschnittenen Frauen in Nordrhein-Westfalen zu helfen und Beschneidung zu verhindern haben wir 2007 den „Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen“ an dem seitdem Ministerien, Behörden, Berufsverbände, Institutionen und Organisationen zusammenarbeiten.
FilmNewsletter Mädchenbeschneidung
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